Deutscher Gewerkschaftsbund

14.08.2017
IG Metall und DGB rufen Gewerkschaften zum Rentenaktionstag

Demo in Göttingen: Mehr Rente - Mehr Zukunft

Aufruf

Demoaufruf DGB/ IG Metall Südniedersachsen Harz

IG Metall und DGB fordern den Neuaufbau einer solidarischen Alterssicherung! Es gilt, die Talfahrt der Renten zu stoppen. Die ersten Reaktionen der Politik auf die Forderung der IG Metall und des DGB lassen nichts Gutes vermuten. Länger arbeiten, mehr sparen, höhere Beiträge, mehr Betriebsrenten – es ist so ziemlich alles im Angebot.

Mit der Bundestagswahl am 24. September 2017 entscheidet sich, welchen Kurs die neue Regierung bei der Rentenpolitik in den nächsten Jahren einschlagen wird. Mit unseren Aktionen demonstrieren wir für eine solidarische Alterssicherung und konfrontieren die Parteien mit unseren Forderungen.

Zur Demonstration am 9.9.17 in Göttingen seid ihr aus der gesamten Region angereist!


Vom Schützenplatz über die Güterbahnhofstraße, Weender Landstraße und die Berliner Straße ging unser lauter, Samba-begleiteter Demozug zum Kundgebungsplatz am Bahnhof Göttingen.

Lothar Hanisch, DGB-Regionsgeschäftsführer, begrüßte die ca. 350 Kolleg_innen mit den Worten: "Wer behauptet, die Renten steigen seien an die Lohnentwicklung gekoppelt, der sage nur die halbe Wahrheit." Bis zum Jahr 2004 könne diese Tendenz vielleicht noch aufrechterhalten werden, seit dem befinde sich die Rentenentwicklung aber auf Talfahrt. "Wir Gewerkschaften sagen, die Rente muss für ein Leben in Würde reichen". Hanisch forderte unsere Kolleg_innen auf, den Wahlkampf zu nutzen, um Parteien darauf hinzuweisen, dass sie unwählbar seien, wenn sie keine Rentenreform zugunsten von Beschäftigten anstreben. "Mir gefällt nicht jede Partei, und auch nicht jeder der Köpfe, aber für eine starke Demokratie rufe ich alle auf, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme abzugeben", schloss der DGB-Gewerkschafter seine Rede.

"Mir gefällt nicht jede Partei, und auch nicht jeder der Köpfe, aber für eine starke Demokratie rufe ich alle auf, zur Wahl zu gehen und ihre Stimme abzugeben." (DGB-Regionsgeschäftsführer Lothar Hanisch)

Aus der Perspektive heutiger junger Beschäftigter und künftiger "verarmter" Rentner_innen sprach Leander Hobusch als JAV-Vorsitzender bei Satorius zu den zahlreichen jungen Demoteilnehmenden. Er erntete viel Beifall für seinen Beitrag, der von Sorgen um die Zukunft der Jungen handelte. Er kritisierte zugleich die zähe Haltung vieler junger Beschäftigter, die das Thema Rente zu wenig ernst nähmen.

Gastredner Hans Jürgen Urban (Geschäftsführendes Mitglied IG Metall), machte Stimmung unter den Demonstrant_innen. Er führte Leiharbeit, Minijobs, Mütterrente und weitere Ungetüme derzeitiger Politik als Mitverursachende für eine Altersarmut heute und hier. Die IG Metall kritisiere nach wie vor die Rente mit 67, erstrecht alle Ideen von Rente mit 70/80/... "Viele Gewerkschaftsmitglieder sehen in der steigenden Altersgrenze nichts anderes als Rentenkürzungen", so Erster Bevollmächtigter IG Metall Südniedersachsen-Harz Manfred Zaffke.

"Unser Ziel ist gerade den jüngeren Beschäftigten ein solidarisches, zukunftsfestes Rentensystem zu sichern!" (Manfred Zaffke, Erster Bevollmächtigter IG Metall Südniedersachsen-Harz)


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