Deutscher Gewerkschaftsbund

Schwarze Lebensrealitäten in Deutschland

28.11.2016
DGB zeigt im neuen Jahr Ausstellung mit Begleitprogramm

Schwarze Lebensrealitäten in Deutschland

Podien, Vorträge, Führungen und Lesungen zwischen kolonialen Kontinuitäten und Wider­stand

Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung­sreihe ist im Göttinger Gedenkbündnis - dessen aktive Partner der DGB und die DGB-Jugend sind - der Zusammen­hang von deutschem Kolonialismus, über National­sozialismus bis zu heutigen rassitischen Ausprägungen in der Bundesrepublik. Unter dem Titel „Schwarze Lebens­realitäten in Deutschland — zwischen kolonialen Kontinuitäten und Wider­stand“ wird das Thema mit der Ausstellung „Homestory Deutschland — Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. und sechs begleitenden Veranstal­tungen beleuchtet. Unser Ziel ist es, der vorherrschenden Geschichts­schreibung durch die Perspektive schwarzer Menschen etwas entgegen­zusetzen und so eine Erinnerungs­kultur zu schaffen, die eine Vielzahl von Menschen anspricht und ihre Erfahrungen berück­sichtigt.

"Homestory" meint die Geschichte Schwarzer Menschen in ihrem Zuhause Deutschland.

Module

Von allen Seiten zugängig ISD e.V.

Seit vielen Jahrhunderten leben Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland, allerdings ist über ihre geschichtliche und gegenwärtige Präsenz wenig bekannt. Während sie in der offiziellen Geschichtsschreibung als eigenständige gesellschaftliche Gruppe kaum auftauchen, herrschen im öffentlichen Bild zumeist vorgefasste Vorstellungen nach kolonialen Wahrnehmungsmustern vor. Wer weiß schon, wie Schwarze Musiker_innen, Künstler_innen, Wissenschaftler_innen, Soldaten und Arbeiter_innen hier lebten und wie sie bis heute wirken? Wer kennt die Geschichte ihrer Ausschlüsse, ihrer Verfolgung, aber auch des Überlebens und Auflehnens? Höchste Zeit, so meinen wir, diese verdrängten Lebensgeschichten und kollektiven Erzählungen kennenzulernen und als wichtigen Teil in die Gedenkpolitik einfließen zu lassen.

Wir werden die heutigen Probleme der Ausgrenzung und des Rassismus nur verstehen und angehen können, wenn wir ihr Entstehen und ihre Entwicklung kennen.

Module

geeignet für Arbeit mit Schulklassen- und Gruppen ISD e.V.

Wir wollen geimeinsam mit Kolleg_innen, Schwarzen Aktivist_innen, Schüler_innen und Azubis die Austellung zu Anlass nehmen, um uns in begleiteten Führungen, in Schulklassenseminaren, mit Ausstellungskatalogen in der Hand oder in den sechs abwechslungsreichen Abendveranstaltungen mit Schwarzen Lebensrealitäten vertraut machen.

Dank der Unterstützung der Kooperationspartner Felix-Klein-Gymnasium Göttingen und des Vereins NS-Familiengeschichte: hinterfragen - erforschen - aufklären e.V., sowie Dank der Co-Finanzierung durch Gewerkschaften, das Gedenkbündnis, den AstA Universität Göttingen, die Bildungsvereinigung Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. und vor allem die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung haben wir ein Programm erarbeiten können, mit dem wir hoffen viele Interessierte anzusprechen und unsere Ziele weiterzutragen. Alle Veranstaltungen und die Ausstellung selbst sind kostenlos, der Zugang ist barrierefrei.

Alle Veranstaltungen sind hier online nachzulesen, in unserem Dossier immer aktuell einzusehen, und im Veranstaltungblatt herunter zu laden.

http://www.gedenken-an-die-opfer-des-nationalsozialismus.de/2016/januar-2017.php

Ausstellung und Begleitprogramm finden statt vom 14.Januar bis 3.Februar 2017

im Foyer Felix-Klein-Gymnasium

Böttingerstraße 17

37073 Göttingen

Öffnungszeiten an Werktagen

16.-20 Januar/23.-27.Januar 2017:    8.00 bis 19.00 Uhr

30.Januar-3.Februar 2017:                8.00 bis 17.00 Uhr

Öffnungszeiten am Wochenende:

Sonntag 15.Januar/ Samstag 21.Januar 2017: 10.00 bis 19.00 Uhr

Anmeldungen von Schulklassen/ Gruppen: im DGB-Büro Göttingen

goettingen@dgb.de

Tel: 0551-44097

Logoleiste

Mit der freundlichen Unterstützung unserer Kooperationspartner_innen DGB





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