Deutscher Gewerkschaftsbund

25.10.2018

Bildung im digitalen Wandel

DGB Regionsgeschäftsführer Hanisch zur Bildungskonferenz in Südniedersachsen

Unter der Fragestellung von guter und notwendiger Bildung unter digitalen Vorzeichen beschäftigten sich am 24.10. 2018 Vertreter_innen u.a. aus Kommunen, Schulen, Bildungseinrichtungen, und Gewerkschaften bei der zweiten Bildungskonferenz der Region. Die Bildungsregion Südniedersachsen ist ist ein Zusammenschluss der Landkreise Northeim und Göttingen, der Stadt Göttingen und dem Land Niedersachsen. Weiterhin engagieren sich fast alle Städte und Gemeinden in Südniedersachsen sowie weitere bildungsnahe Institutionen in der Bildungsregion Südniedersachsen e.V.. Alle diese Partner stellen Personal- und Finanzressourcen für die Arbeit des Bildungsbüros zur Verfügung. Ziel der Bildungsregion Südniedersachsen ist es, langfristig ein Bildungsmanagement für die Region zu implementieren. Eine hohe Qualität von Bildung sowie Bildungsgerechtigkeit sind die Leitgedanken in der Arbeit des Bildungsbüros.

DGB Regionsgeschäftsführer Lothar Hanisch warf in der Arbeitsgruppe  „Touch und Doppelklick reichen nicht!“ - Welche Kompetenzen brauchen Schüler*innen in der digitalen Welt? die Frage nach wichtiger digitaler Kompetenz von Schüler*innen für bestimmte lebensweltliche und politische Anforderungen. Insbesondere betonte er die Rolle von Algorithmen, die digitale User kennen, verstehen und sicheren und reflektierten Umgang mit diesen haben müssen.

Allgemein gesagt, gibt ein Algorithmus eine Vorgehensweise vor, um ein Problem zu lösen. Anhand dieses Lösungsplans werden in Einzelschritten Eingabedaten in Ausgabedaten umgewandelt.

Besonders in der Informatik spielen Algorithmen eine große Rolle. Sie stellen eine Grundlage der Programmierung dar und sind unabhängig von einer konkreten Programmiersprache. Trotzdem sind Algorithmen nicht nur in der Informatik oder Mathematik vorzufinden. Denn Algorithmen werden nicht nur maschinell durch einen Rechner ausgeführt sondern können auch von Menschen in „natürlicher“ Sprache formuliert und abgearbeitet werden.

Unser modernes Leben ist abhängig von Algorithmen, ohne dass uns dies immer bewusst ist. Die Einsatzgebiete von Algorithmen sind sehr vielfältig: Im Navi zeigen sie uns den kürzesten Weg, schlagen uns als Computergegner im Schach.

Eine neue Dimension der Anwendung erfährt der Algorithmus allerdings im Bereich Big Data bzw. Data Mining. Dank gestiegener Anzahl von gesammelten Daten und der gestiegenen Rechenleistungen von Computern, können große Datenmengen mithilfe von Algorithmen nach Mustern und Zusammenhängen durchforstet und ausgewertet werden.

Algorithmen erleichtern nicht nur unseren Alltag. Sie können auch unsere Verhaltensweise analysieren. Dies passiert nicht nur nachträglich, sondern antizipativ (vorwegnehmend, vorgreifend, vorausschauend) Algorithmen steuern und beeinflussen (uns), sortieren aus und sind dabei intransparent.

Lothar Hansisch mahnte insbesondere an,  Kenntnisse um die Verbreitung von Algorithmen zu Kernkompetenzen junger Menschen in ihrer Aus-/Bildung zu machen.

Tafel

Tafel war vorgestern - Digitales Wissen und Wissensvermittlung Bildungsregion Südniedersachsen e.V.

Die Arbeistgruppe, an der die Hauptreferentin der Tagung Frau Prof. Dr. Julia Knopf | Geschäftsführende Leitung des Forschungsinstituts Bildung Digital (FoBiD) an der Universität des Saarlandes, teilnahm machte die differenzierte Auseinandersetzung mit den Notwendigkeiten und dem Erwerb von digitalen Kompetenzen Jugendlicher und Kindern zu ihrem Schwerpunkt.

Aus der Workshopbeschreibung:

>> Digitale Kompetenzen bei Jugendlichen – braucht es!? Aber welche und wofür? Ist Programmierkenntnis gefragt oder geht es vielmehr um Medienkritikfähigkeit oder doch um die Anwendung technischer Geräte? Es bestehen immer noch viele Unsicherheiten zu diesem neu erscheinenden Thema.

 Folgende Aussagen fallen in diesem Zusammenhang sehr häufig:

„Googlen können die auch alleine…“
„Ich will ja später nichts mit IT machen…“
„Dafür bin ich nicht zuständig…“
Um Unsicherheiten und Ängsten begegnen zu können, konkreter zu benennen was es für Kompetenzen braucht und wofür, möchten, nach einem Impuls von Frau Prof. Dr. Knopf, zahlreiche Expert*innen aus Schule, Wirtschaft und Gesellschaft mit Ihnen gemeinsam Antworten auf diese und weitere Fragen finden.

Zielgruppe: Lehrer*innen, Referendar*innen, Kammern/Wirtschaft, weitere Interessierte

Durch den Salon führte:
Julia Koblitz | Bildungsregion Südniedersachsen <<


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