Deutscher Gewerkschaftsbund

22.04.2021

Jugendbündnis zum 1. Mai 2021

Programm am 30. April und 1. Mai

Vorabend – Freitag, 30. April

18 bis 20 Uhr: Online-Kneipe mit Austausch, Vernetzung und Spielen auf wonder.me

Zum Raum (wonder.me) geht es HIER.

Ab 20 Uhr: Rock gegen Rechts – Livestream aus Oldenburg

Zum Stream (Twitch) geht es HIER.

Samstag, 1. Mai

Ganztägig: Mini-Ausstellungen mit Einblicken in die betriebliche Realität junger Menschen. Jeweils an verschiedenen Orten in der Innenstadt, in Bovenden und am Kiessee. Die Ausstellungen bleiben bis zum Sonntagnachmittag bestehen und werden dann abgebaut.

ab 10 Uhr: Aufstellung der 1.-Mai-Demonstration am Platz der Synagoge (Bitte unbedingt Masken tragen – möglichst FFP2)

10:30 Uhr: Start der Demonstration

11:30 Uhr: DGB-Maikundgebung am Albaniplatz

ab 13 Uhr: Kampagnenauftakt der Gewerkschaftjugend zur Kommunal- und Bundestagswahl, Innenstadt


(English version below)

>> Wir müssen arbeiten gehen, deshalb machen wir auch Arbeitskampf! <<

AUFRUF ZUR 1. MAI Demonstration um 10 Uhr am Platz der Synagoge

Wir erleben nicht zum ersten Mal, dass die Welt, wie wir sie kennen, ins Wanken gerät, aber wir erleben auch leider nicht zum erstem Mal, dass politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger*innen alles dafür tun, bestehende Strukturen beizubehalten, die zurecht zu wanken und zu bröckeln beginnen.

Finanzkrise, Klimakrise und Coronakrise – all diese Krisen zeigen die Grenzen des Kapitalismus, und die Dysfunktionalität neoliberaler Wirtschaftsweisen auf. Vielerorts werden Bereiche wie Bildung und soziale Infrastruktur kaputt gespart. Es herrscht ein Wachstumszwang auf Kosten der Umwelt und natürlicher Ressourcen. Profitzwänge in Krankenhäusern fallen zu Lasten des Personals und der Patient:innen. All das zeigt deutlich – wir brauchen einen radikalen Systemwechsel.

Freundschaften, Familientreffen, Dating, Lernen, Schulalltag, Ausbildung oder das Studium – unser ganzes Leben hat sich verändert durch die Pandemie und wir nehmen die vielen Einschränkungen in Kauf, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Doch hat sich wirklich unser ganzes Leben verändert? Nein! In einem Bereich wird sich krampfhaft an eine beschissene und gefährliche Normalität geklammert – bei der Lohnarbeit. Die soll möglichst genau so weiter laufen wie bisher, ohne Rücksicht auf die Folgen für die dort arbeitenden Menschen und letztlich die ganze Gesellschaft. Kontaktbeschränkungen gelten nicht für Büros oder Fabrikhallen und regelmäßige Tests und entsprechende Schutzmaßnahmen sind die Ausnahme.

Dass wirtschaftliche Interessen wichtiger genommen werden als Menschen und dass Arbeit sich nicht an den Bedürfnissen der Arbeitenden und der Gesellschaft ausrichtet, werden wir nicht weiter hinnehmen. So wollen wir in Zukunft und auch schon JETZT nicht mehr leben und arbeiten. Als Jugend-und Auszubildendenvertretung, als junge Betriebsrät*innen, als Aktive an den Hochschulen, und als Lohnarbeitende müssen wir die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Eine ganze Generation junger Menschen bringt derzeit ihre Forderungen nach mehr Mitsprache und klaren politischen Handlungen ein. Als Gewerkschafts- und Parteijugenden sind wir Teil dieser Generation. Doch viele Politiker:innen und Parteien scheinen unsere Stimmen nicht hören zu wollen und vertrösten uns auf die Zukunft. Sie schwingen große Rede zur Systemrelevanz prekär Beschäftigter und machen leere Versprechungen zur Klimaneutralität. Schluss damit!

Wir möchten die Chance haben, selbst die Entscheidungen darüber zu treffen, wie wir leben wollen und diese umsetzten!
Deshalb geht mit uns gemeinsam am 1. Mai 2021 auf die Straße. Tragt Masken (am besten FFP2, falls ihr keine habt, könnt ihr sie am Lauti bekommen) und haltet Abstand während wir gemeinsam zeigen: Wir wollen Veränderungen JETZT, damit eine gute und gerechte Zukunft möglich wird! Wir sind bereit dafür zu kämpfen!


>> We have to do labour, so we'll do labour dispute! <<

CALL FOR 1st MAY Demonstration at 10 a.m. on Platz der Synagoge

This is not the first time we have seen the world as we know it falter, but unfortunately it is also not the first time we have seen political and economic decision-makers do everything they can to maintain existing structures that are rightly beginning to falter and crumble.

Financial crisis, climate crisis and corona crisis – all these crises show the limits of capitalism and the dysfunctionality of neoliberal economic methods. In many places education and social infrastructure are being cut to pieces. There is a pressure to grow – at the expense of the environment and natural resources. Profit constraints in hospitals come at the expense of the staff and patients. All of this clearly shows that we need a radical system change.

Friendships, family reunions, dating, learning, everyday school life, training or studying – our whole lives have changed as a result of the pandemic and we accept the many restrictions in order to contain the spread of the virus. But has our whole life really changed? No! There is one area where people cling to a shitty and dangerous "normal"- wage labor. It should continue eaxctly as before, regardless of the consequences for the people who work there and ultimately for society as a whole. Contact restrictions do not apply to offices or factory floors and regular testing and appropriate protective measures are the exception.

We will no longer accept that economic interests are taken more serious than the peoples and that work is not aligned with the needs of workers and society. We don't want to live and work like this in the future or NOW. As youth and trainee representatives, as young work council members, as active workers at universities, and as workers in general, we have to take matters into our own hands.

A whole generation of young people are currently calling for participation and clear political action. As union and party youth, we are part of this generation. But many politicians and parties do not seem to want to hear our voices and put us off to the future. They make a big speech about the systemic importance of precarious workers and make empty promises about climate neutrality. Enough already!

We would like to have the chance, to decide ourselves how we want to live.

Therefore, take to the streets with us on May 1st, 2021! Wear masks (preferably FFP2, if you don't have one, you can get one at the Lauti (where the speakers are) and keep your distance while we show together: We want changes NOW so that a good and just future for everyone becomes possible! We are ready to fight for it!


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