Deutscher Gewerkschaftsbund

05.03.2021

8. März Frauen*kampftag: Bündnis organisiert vielfältiges Programm in Göttingen

Am 8. März findet der Frauen*kampftag, auch bekannt als Weltfrauentag, statt. Gewerkschaften, Verbände und politische Gruppen aus Göttingen und Umgebung haben in einem breiten Organisationsbündnis ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Unter den Mottos „Shutdown Patriarchy“ und „Die Krise steckt im System – gemeinsam gegen Patriarchat und Kapitalismus“ machen die Beteiligten auf weiterhin bestehende Unterdrückungsverhältnisse und die Notwendigkeit politischen Handelns aufmerksam.

In der Pressemitteilung der DGB Frauen und ver.di vom 5.3.2021 heißt es:

„Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Vor allem Frauen arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen. In der Krise sind besonders sie von Einkommenseinbußen betroffen, die sie durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit erfahren. übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit", sagt Agnieszka Zimowska, Regionsgeschäftsführerin DGB Göttingen.

"Ganz klar, mit Tarifverträgen kommen Frauen besser durch die Krise!" so die Gewerkschafterin Jessica Montag, DGB. „Höhere Gehälter, Sonderleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, bessere Arbeitszeitregelungen und eine kleinere Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen sind auf gute Tarifverträge zurückzuführen.“ Auch erhalten Beschäftigte in tarifgebunden Unternehmen häufiger ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. „Die Stärkung der Tarifbindung und die Abschaffung des Ehegattensplittings sind daher wichtige Schritte, um die Arbeit in den systemrelevanten Berufen endlich aufzuwerten. Das ist längst überfällig," so Ina Jacobi, Ver.di Mitglied.

Die gesamte Pressemitteilung findet sich hier

 Aus diesem Anlass treffen sich Gewerkschafter*innen am 8.3. um 16 Uhr am Gänseliesel. Sie entwerfen Standbild um jene zu honorieren, die diese Gesellschaft aktuell am Laufen halten. Die Pandemie zeigt klar: Frauen sind die tragenden Säulen der Gesellschaft! Stellvertretend für all jene werden sie ihren Protest Ausdruck verleihen. Die Aktion ist – auf Abstand – offen zum Mitmachen für jede*n!

 

 Hier ist der gesamte Überblick aller Aktivitäten

femko und das feministische Radiokollektiv Der rote Faden planen eine Demo On Air, die am 8. März um 9:03 Uhr bei Radio Leinewelle sowie um 12:05 Uhr und 19 Uhr im Stadtradio Göttingen übertragen wird und knapp eine Stunde dauert. Der Titel lautet „Turn on the Radio – shut down Patriarchy!“.

 

Aktionen  am Gänseliesel/ Marktplatz

Von 12:30 bis 17 Uhr weist Redical [M] mit Zitaten auf Stellwänden auf die Verschränkung von Kapitalismus und Patriarchat hin. Ein Infostand und Redebeiträge ergänzen die Aktion.

 

Ab 14 Uhr stellt die Basisdemokratische Linke gemeinsam mit allen, die selbst mitmachen möchten, am Gänseliesel rote Schuhe (Zapatos Rojos) auf. Diese Schuhe stehen symbolisch für ermordete FLINTA-Personen. Bis 19 Uhr gibt es in unmittelbarer Nähe zur Installation außerdem einen Informationsstand.

 

Am Gänseliesel kommen um 16 Uhr Gewerkschaftsfrauen zusammen, um die Säulen der Gesellschaft darzustellen: ob als Pflegende und Erziehende, als Verkäuferinnen, Reinigungskräfte, Verwaltungsangestellte, Lehrerinnen und Sozialpädagoginnen - wir führen  tagtäglich durch kleine wie große Krisen! Die Aktion ist - auf Abstand - offen zum Mitmachen für jede*n!

 

Schöner Leben Göttingen befragt dort ab 16 Uhr Passant*innen mit einer Bodenzeitung  nach ihren Einschätzungen zur Arbeits- und Alltagsgestaltung und deren Geschlechterrelvanz.

 

Die GRÜNEN sowie die GRÜNE JUGEND stellen Fotos und Plakate aus, um aufzuzeigen, wo Frauen* und FLINTAs* fehlen, aber auch wo Männer* unterrepräsentiert sind. Sie sind ab 13.30 Uhr am Rande des Gänseliesels/Marktplatz präsent und laden Interessierte zu einer Plakat-Foto-Mitmachaktion ein.

 

Um 16:30 Uhr startet vom Gänseliesel aus zudem eine Menschenkette durch die Weender Straße (natürlich mit Abstand!). Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und die Medical Students for Choice werden Schilder zu Themen rund um reproduktive Gerechtigkeit und Schwangerschaftsabbruch dabei haben und die Kette starten. Alle Einzelpersonen und Gruppen sind herzlich eingeladen, sich einzureihen und gerne auch Schilder mit eigenen feministischen Forderungen mitzubringen.

 

Jugendbündnis

 Das Göttinger Jugendbündnis, bestehend aus Gewerkschafts- und Parteijugenden sowie Jugendverbänden, macht dezentral auf aktuelle feministische Kämpfe aufmerksam.

 

Ab 15:30 Uhr steht die ver.di Jugend mit einem Glücksrad am Wihelmsplatz.

 

Die Jusos sind ebenfalls ab 15:30 Uhr am Hiroshimaplatz mit einer Fotobox vertreten.

 

Die Linksjugend stellt ab 15:30 Uhr mit Bannern vor dem Audimax an der Weender Landstraße Fragen, die Vorbeigehende beantworten können.

 

Am Nabel werden die Falken zwischen 12:00 und 15:00 einen Raum für Kinder und Jugendliche schaffen um ihre eigenen Erfahrungen mit der Verteilung von Care-/Sorgearbeit auf Stellwänden und über Mikrofon sicht- und hörbar zu machen. Außerdem wird auch eine corona-konforme Kinderbetreuung angeboten.

 

Weitere Aktionen

 Die AJ Göttingen hat einen feministischen Podcast zu Pro-Choice-Kämpfen in Polen und Berlin vorbereitet und ein Mobi-Video veröffentlicht. Der Podcast ist auf der Website ajgoe.noblogs.org zu finden und das Video wird auf dem neuen Instagram-Kanal @antifajugendgoe veröffentlicht.

 

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und die Medical Students for Choice haben eine Ausstellung mit Texten und Fakten zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema Schwangerschaftsabbruch vorbereitet. Die informativen Kleiderbügel werden an Wäschleinen aufgehängt am Wall, dem Gänseliesel, am Campus sowie am Kiessee zu finden sein.

 

Bilder und Berichte von den Aktionen werden auf den Social-Media-Kanälen der jeweiligen Organisationen sowie auf der Facebook-Seite „Feministisches Bündnis Göttingen“ und Twitter @FGottingen geteilt.

Pandemiebedingt werden bei allen Aktionen Sicherheitsmaßnahmen (wie Abstand halten und Maske tragen) eingehalten. Die Organisator*innen bitten im Einzelfall um Geduld, falls es dadurch zu Verzögerungen kommt.


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