Deutscher Gewerkschaftsbund

15.10.2020

Aktion in Stadtbussen: DGB-Kreisverband unterstützt Streikende der Asklepios-Klinik in Seesen

Soli-Plakate hängen für einen Monat

Seit mehr als einem Jahr kämpfen die Kolleginnen und Kollegen der Asklepios Klinik in Seesen um einen Tarifvertrag, der ihre Arbeitsbedingungen und ihre Bezahlung regelt. Seit dem 5. Oktober sind sie nun wegen der Weigerung der Klinikleitung mit der Gewerkschaft ver.di zu verhandeln, in einen unbefristeten Streik getreten. Der DGB-Kreisverband Goslar unterstützt sie darin, weil ihre Interessen berechtigt sind. Sie bringen täglich ihre teilweise jahrzehntelange Erfahrung in der Therapie und Pflege ein und gehen empathisch mit den ihnen anvertrauten Patienten um. Die Schildautalklinik in Seesen hat sich ihren guten Ruf genau mit diesen Kolleginnen und Kollegen erarbeitet. Die Beschäftigten sind das Kapital dieser Klinik.

Im Jahr 2019 lag der Gewinn aller Asklepios Kliniken (Konzernjahresüberschuss) bei rund 172,3 Millionen Euro. Personalkosten sind ein Hemmnis, das auf die Gewinne drückt. Immer weniger Personal soll immer mehr schaffen.  Die Streikenden in Seesen haben das letzte Mittel ergriffen, das ihnen bleibt um diese Spirale zu unterbrechen.

Die Weigerung von Asklepios, das Engagement seiner Belegschaft mit einem Tarifvertrag zu honorieren, stößt bei den Kolleginnen und Kollegen und der Seesener Bevölkerung, vertreten durch das Bürgerbündnis „Wir für Seesen“, auf völliges Unverständnis. Asklepios erkennt die Gewerkschaft ver.di als Tarifpartner nicht an, obwohl es in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Tarifvereinbarungen nur mit Gewerkschaften geschlossen werden können.

Der DGB-Kreisverband Goslar unterstützt den Streik von Anbeginn an. Ab Montag, dem 5.Oktober, hängen für einen Monat in einem Teil der Goslarer Stadtbuslinien Solidaritäts-Plakate, die für einen Tarifvertrag zwischen Asklepios und der Gewerkschaft ver.di werben.

DGB

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