Deutscher Gewerkschaftsbund

18.10.2023

Spendenübergabe an die Goslarer Tafel/Kleiner Tisch Oker e.V.

Wie in jedem Jahr verkauften die Mitglieder des KV Goslar mit Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen aus den Gewerkschaften am 1. Mai Speisen und Getränke zu annehmehmbaren Preisen. Der Erlös aus dem Verkauf wurde von Susanne Ohse und Rosemarie Bergmann an die Goslarer Tafel/Kleiner Tisch Oker e.V. übergeben.

Mit einer kleinen Aufstockung kamen 500 € zusammen. Edeltraut Breeger und Kirsten Neveling vom Vorstand der Tafel freuten sich sehr, da die Tafel immer größere Probleme hat, allen Anfragen nach Lebensmitteln nachzukommen. Es werde jedoch niemand weg geschickt. Die Tafel in Oker ist Teil des Goslarer Netzwerks für soziale Gerechtigkeit, das auf Initiative des DGB immer wieder zu Veranstaltungen in Sachen Armut einlädt.

Rosemarie Bergmann, Edeltraut Breeger (2. Vorsitzende der Tafel), Susanne Ohse bei der Spendenübergabe

Rosemarie Bergmann, Edeltraut Breeger (2. Vorsitzende der Tafel), Susanne Ohse DGB/KV Goslar

Edeltraut Breeger (2. Vorsitzende der Tafel) und Kirsten Neveling (Tafelleitung)

Edeltraut Breeger (2. Vorsitzende der Tafel) und Kirsten Neveling (Tafelleitung) DGB/KV Goslar


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08.05.2023

"Ungebrochen Solidarisch" am 1. Mai 2023 in Goslar

DGB Kreisverband versammelt rund um die Museums Plaza

Wir blicken auf einen erfolgreichen und kämpferischen Tag der Arbeit zurück. Mit ca. 200 Personen feierten wir den 1. Mai auf einer Demonstration mit anschließender Maikundgebung.

Kurz nach 10 Uhr startete die Demonstration mit 120 Menschen ab der Kaiserpfalz. Auf der Route legten wir mehrere Stopps ein, an denen wir Redebeiträge zu den politischen und gesellschaftlichen Missständen hielten. Aber auch die erkämpften Erfolge wurden bedacht. So stießen Rosi Bergmann und Uschi Güttler vor Karstadt auf die Rettung des Standortes mit einem Glas Sekt an. Mit einem Sprechgesang blickte Bernd Krage-Sieber aber auch in die Zukunft: „Es gibt heute einiges zu feiern aber noch Vieles zu erkämpfen!“

Für die GdP sprach Ulli Munschke an der Bushaltestelle vor dem Amtsgericht zur Kampagne des DGB "Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch!" Ob bei den Rettungskräften, auf Ämtern oder im Nah- und Fernverkehr: Die Beschäftigten, die jeden Tag für unsere Gesellschaft im Einsatz sind, werden immer häufiger zum Opfer von Beleidigungen, Bedrohungen und tätlichen Angriffen. Wir stellen uns hinter die Menschen im öffentlichen und privatisierten Sektor und fordern: Schluss mit der Gewalt!

Susanne Ohse sprach vor der Sparkassenfiliale über die Armutsgefährdung im Landkreis Goslar: „Südniedersachsen mit seinen Landkreisen Göttingen, Goslar und Northeim gehört zu den Regionen mit der höchsten Armutsquote im Bundesvergleich. Besonders Alleinerziehende sind von Armut bedroht.“ Sie appellierte besonders an die jüngeren Teilnehmenden, dass man gemeinsam für höhere Löhne, Renten und vor allem bessere Arbeitsbedingungen kämpfen muss.

Auf der anschließenden Maikundgebung auf der Museumplaza begrüßte die DGB-Kreisverbandsvorsitzende Susanne Ohse die Teilnehmenden und leitete die Mairede ein, die in diesem Jahr von Dr. Patrick Schreiner  aus dem ver.di-Bundesvorstand, Abteilung Wirtschaft, gehalten wurde.  Er beglückwünschte die vergangenen Erfolge in den Tarif-Auseinandersetzungen und warnte gleichzeitig vor der zunehmenden Tarifflucht der Unternehmen sowie der Entsolidarisierung mit den Streikenden.

 

Solidarität mit Ukraine und Geflüchteten

Den Angriffskriegs Russlands verurteilte Patrick scharf und richtete seine Forderung an den Aggressor: „Herr Putin, stoppen Sie diesen Krieg!“ und stellte klar, dass „die Gewerkschaften für Abrüstung, Frieden, Freiheit und Völkerverständigung eintreten.“ Dies begründet sich aus der Gewerkschaftsgeschichte und den Geschehnissen vor 90 Jahren. Am 2. Mai 1933 stürmten Nationalsozialisten im ganzen Land Gewerkschaftshäuser, Büros und Wohnungen. Gewerkschafter:innen, die sich der Gleichschaltung der Gewerkschaften widersetzten, wurden verschleppt, gefoltert und getötet, so Patrick. „Nichts darf uns spalten und schwächen. Solidarität verpflichtet uns immer wieder neu zu entschlossenem Handeln gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Intoleranz.“ Damit beschwor er auch den Zusammenhalt der Beschäftigten: „Und da muss es uns völlig egal sein, woher unsere Kolleginnen und Kollegen kommen oder welche Hautfarbe sie haben. Woran sie glauben oder wen sie lieben.“

 

Ein gutes Miteinander bei Bratwurst und Limo

Abgerundet wurde das Programm durch Musik von der Goslarer Coverband „3/4-Helden“ sowie Grill- und Getränkeständen. Ein veganes Chili bot eine fleischfreie Alternative. Mehrere Gewerkschaften und Bündnispartner:innen wie Leben in der Fremde, Linksjugend, Fridays for Future oder der Rosa Luxemburg Club informierten über ihre Aktivitäten und kamen so mit Interessierten ins Gespräch.

Hier ein paar Eindrücke des Tages in Bildern.

 


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06.04.2023

Maiplakat Goslar 2023

Maiplakat Goslar 2023

DGB/KV Goslar


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